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Im Opernviertel mit der Métro und zu Fuß unterwegs

Das Opernviertel gehört zu den am besten erschlossenen Ecken von Paris. Unter Ihren Füßen kreuzen sich vier Métro-Linien, ringsum strahlen die Grands Boulevards aus, und fast alles ist bequem zu Fuß erreichbar. So meistern Sie dieses dichte Netz, bewegen sich mühelos durch das 9. Arrondissement und erreichen die ganze Stadt, ohne je Zeit zu verlieren oder die Orientierung.

Vier Métro-Linien unter dem Boulevard Haussmann

Das Herz des Viertels liegt an einem seltenen Knotenpunkt: Die Linien 3, 7, 8 und 9 kreuzen sich nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. Die Station Opéra, unter dem gleichnamigen Platz, vereint die Linien 3, 7 und 8, direkt am Fuß der goldenen Kuppel von Charles Garnier. Sie ist der bequemste Ausgangspunkt, um sowohl nach Osten als auch nach Westen durch Paris zu fahren.

Die Linie 3 führt auf der einen Seite Richtung République und Père-Lachaise, auf der anderen nach Saint-Lazare und in die westlichen Vororte. Die Linie 7 fährt hinab zum Palais-Royal, zum Louvre und zur Nationalbibliothek und steigt dann wieder hinauf zur Gare de l’Est und zur Gare du Nord. Die Linie 8 verbindet die Oper mit der Bastille und der Madeleine, während die Linie 9 das Viertel über Chaussée d’Antin – La Fayette durchquert, auf ihrem Weg zu den Champs-Élysées und zum Trocadéro.

Konkret erreichen Sie von der Oper aus die meisten großen Sehenswürdigkeiten mit einer einzigen Linie oder nur einem Umstieg. Louvre, Triumphbogen, das Marais, das Quartier Latin: Alles liegt rund zwanzig Fahrminuten entfernt, mit Plan in der Hand oder geöffneter App. Für die Besichtigung braucht hier kaum jemand ein Taxi.

Drei Stationen, die man rund ums Hotel kennen sollte

Die Station Opéra, die zentralste, bedient den Boulevard des Capucines und die Avenue de l’Opéra. Weitläufig und belebt, ist sie Ihr Zugang zu den Linien 3, 7 und 8. Ihre Gänge führen zudem in Richtung RER A und zu den benachbarten Stationen, sodass Sie La Défense oder den Disneyland-Park nahezu ohne Umstieg erreichen.

Chaussée d’Antin – La Fayette, an den Linien 7 und 9, liegt genau unter den Galeries Lafayette, deren Bleiglaskuppel das Kaufhaus seit 1912 krönt. Es ist die Station der Shopping-Freunde, aber auch ein wertvoller Umsteigepunkt Richtung Bourse und in den Südwesten der Stadt. Ein Ausgang führt direkt auf den Boulevard Haussmann.

Havre-Caumartin schließlich verbindet die Linien 3 und 9, nur wenige Schritte von der Gare Saint-Lazare entfernt, einem der meistfrequentierten Bahnhöfe Europas. Von hier erreichen Sie die westlichen Vororte, Versailles oder die Normandie nach einem kurzen Fußweg zu den Bahnsteigen des Transilien. Zusammen bilden diese drei Stationen ein Dreieck, das die meisten Ihrer täglichen Wege abdeckt.

Der Navigo-Pass, Ihr bester Verbündeter

Wer mehrere Tage bleibt, findet im Navigo-Pass die flexibelste Lösung. Wochenweise oder als Bündel digitaler Fahrten aufladbar, öffnet er Métro, RER, Bus und Straßenbahn mit einer einzigen Geste. Man entwertet ihn, indem man die Karte an die Sperre hält, ohne je nach einem Papierticket in der Tasche zu suchen.

Das Pariser Netz funktioniert inzwischen mit kontaktlosen Fahrscheinen, die sich auf eine Karte oder direkt auf ein kompatibles Smartphone laden lassen. Die Preise ändern sich von Zeit zu Zeit, prüfen Sie daher die aktuellen Tages- oder Wochenangebote in Echtzeit; sie sind oft günstiger als der Kauf einzelner Fahrten, sobald man viel unterwegs ist.

Ein hilfreicher Rat: Halten Sie Ihren Fahrschein bis zum Verlassen der Station griffbereit, denn der Wechsel zwischen Métro und RER erfordert manchmal ein erneutes Passieren der Sperren. Und entwerten Sie stets, auch wenn Sie nur die Linie wechseln. Das ist die Regel und der sicherste Weg, bei einer Kontrolle jeden Ärger zu vermeiden.

Vélib’-Räder und sanfte Fortbewegung

Das Viertel verfügt über zahlreiche Vélib’-Stationen, das Pariser Leihradsystem, mit mechanischen wie elektrischen Rädern. Am Boulevard Haussmann ein Rad zu nehmen und zu den Seine-Ufern oder zum Parc Monceau zu gleiten, ist in den ruhigen Stunden ein echtes Vergnügen, wenn der Verkehr nachlässt und die in den letzten Jahren stark ausgebauten Radwege zur Geltung kommen.

Die Elektroräder lassen die Steigungen leicht wirken, vor allem auf dem Weg hinauf nach Montmartre und Pigalle. Man entriegelt das Rad über die App, fährt und stellt es an der nächstgelegenen Station am Ziel wieder ab. Prüfen Sie die Verfügbarkeit stets in Echtzeit in der App, denn die zentralsten Stationen leeren sich zur Hauptverkehrszeit rasch.

Für kurze Strecken sind der Tretroller oder schlicht das Zufußgehen oft die angenehmste Wahl. Das 9. Arrondissement eignet sich wunderbar zum Flanieren: Von einer Straße zur nächsten wechselt man von den großen Kaufhäusern zu den überdachten Passagen, ohne je unter die Erde zu müssen.

Fast alles lässt sich zu Fuß erledigen

Das große Glück des Opernviertels ist die schiere Dichte an Sehenswürdigkeiten in Schrittweite. Vom Place de l’Opéra sind die Madeleine und der Place Vendôme in etwa zehn Gehminuten erreichbar, ebenso die Galeries Lafayette und das Printemps, aufgereiht am Boulevard Haussmann. Das Musée Grévin mit seinen Wachsfiguren liegt nur wenige Häuserblocks entfernt am Boulevard Montmartre.

Die überdachten Passagen, jene Ladengalerien des 19. Jahrhunderts unter Glasdächern, bilden eine eigene Fußgängerroute. Vom Passage des Panoramas zum Passage Jouffroy durchquert man eine Abfolge alter Läden, Antiquariate und Teesalons, geschützt vor Regen wie vor Sonne. Es ist eine der schönsten Arten, das Viertel zu entdecken, ganz ohne Métro.

Für den Weg zum Louvre oder in den Tuileriengarten rechnen Sie mit etwa einer Viertelstunde zu Fuß über die schnurgerade zur Seine gezogene Avenue de l’Opéra. Beim Gehen erfassen Sie die Geografie des Viertels besser: die Grands Boulevards im Osten, die Bahnhöfe Saint-Lazare und Nord im Norden und diese lineare Avenue, die zum Fluss hinabführt. Ist diese mentale Karte erst verinnerlicht, bewegen Sie sich durch Paris wie ein Einheimischer.